Die Chronik

Nexthamburg wurde von 2009 bis 2011 als Prototyp für eine unabhängige Partizipationsplattform von der Bundesregierung gefördert.

Seit April 2009 aktiv, besteht Nexthamburg im Juni 2009 bereits als Nexthamburg UG (haftungsbeschränkt) und ist mit zehn Gesellschaftern organisiert.

Im Mittelpunkt von Nexthamburg stehen zwei Formate: große Bürgerworkshops, Sessions genannt, und ein kontinuierlicher Online-Dialog. Beide Formate sind durch eine klare Dramaturgie miteinander verbunden.

 

Sessions

Zu Beginn des Prozesses wurden in einer ersten Session Ideen und Wünsche gesammelt, die Grundlage für den weiteren Prozess sein sollten. Diese Ideen wurden im Laufe des weiteren Prozesses online vertieft, kommentiert, bewertet und von einem Team aus Planern, Kulturwissenschaftlern und Journalisten aktiv moderiert.

 

Auf einer zweiten Session mit über 120 Gästen wurden die bis dahin ausgewählten 15 Top-Ideen in Teams vertieft bearbeitet und im Rahmen einer Ideenkonkurrenz präsentiert. Zum Sieger wurde durch die Gäste des Abends der Vorschlag gekürt, die Hamburger Innenstadt zu einem Wohnstadtteil zu entwickeln.Dass eine vergleichsweise komplexe und programmatische Idee gewann, zeigt, wie unpassend das Planervorurteil ist, dass nur Themen mit unmittelbarem Alltagsbezug Bürger interessieren.

 

Auf der dritten Session in Hamburgs Katharinenkirche wurde das Thema der Zukunftsstudie vertieft mit Bürgern bearbeitet. Zehn Teams arbeiteten an Quartiersmodellen der Hamburger Innenstadt, entwickelten Visionen für ihre Quartiere und schlugen konkrete Projekte vor. Das Ergebnis: eine Gesamtvision der Hamburger City (Next City), die im Kontext eines von der Stadt parallel entwickelten Innenstadtkonzepts gemeinsam weiter diskutiert werden soll.

 

Zukunftscafés

Im Rahmen der 4. Hamburger Zukunftswochen 2010 veranstaltete Nexthamburg drei mobile Zukunftscafés, auf denen Bürger ihre Ideen und Visionen für die Hansestadt im Jahr 2050 einbringen konnten. Bei verschiedenen Aktionen wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, aktiv eigene Ideen für ihre zukünftige Stadt zu entwickeln. So wurden besonders Zielgruppen involviert, die sich üblicherweise nicht für Planungsdiskussionen interessieren Die Ergebnisse der Zukunftscafés wurden im E-Paper Next Café dokumentiert.

 

Stadt im Dialog

Bei der Veranstaltungsreihe (05.07.10 bis 15.02.11) diskutierten Bürger mit Experten und Interessensvertretern von Stadt und Wirtschaft. Nexthamburg war mit einem Stand dabei, erstellte basierend auf den Ergebnissen das E-Paper Next Klima und stellte das Next City Konzept bei der erstmaligen Präsentation des Innenstadtkonzepts durch die Stadt Hamburg zur Diskussion. Das E-Paper wurde basierend auf Bürgerideen erstellt, die in Nexthamburg Sessions eingebracht und weiterentwickelt wurden.

 

Salon

Zum ersten Nexthamburg Salon im Werkheim am 24.05.2011 fanden sich über 60 Menschen zusammen, um mit Vertretern aus der Web-Branche, der Politik und der Behörde über die Zukunft der digitalen Bürgerbeteiligung zu diskutieren: In Form eines Ideen-Speed-Datings, bei einer Podiumsdiskussion und beim gediegenen Ausklang.

 

Your Place


Über die Kernaktivitäten hinaus wurde gemeinsam mit der IBA Hamburg das Sonderprojekt Your Place Nextwilhelmsburg durchgeführt: Jugendliche aus dem Stadtteil haben unter Anleitung von Nexthamburg eigenständig ein temporäreres Planungsbüro gegründet, im Team ein umsetzungsfähiges Konzept für eine Freifläche entwickelt und mit der Verwaltung abgestimmt.

 

Im Sommer 2011 fand eine kritische Revision des Prozessdesigns von Nexthamburg und der Online-Plattform statt.

 

Umwelhauptstadt-Dialoge

Im Rahmen der Partnerschaft mit der Stadt Hamburg wurde eine Dialogreihe zur Umwelthauptstadt durch Aktivitäten von Nexthamburg begleitet. Mit provokanten Umfrageaktionen, interaktiven Ideensammlungen und viel Diskussionseinsatz motivierte Nexthamburg interessierte Bürger aktiv online und live vor Ort zur Teilnahme.

 

Zukunftscamp

Im ehemaligen Ohnsorg-Theater wurde vom 6. bis zum 11. Februar 2012 eine gläserne Zukunftswerkstatt errichtet, die Treffpunkt, Diskussionsraum und Café in einem war und der Community wie zufälligen Passanten die Möglichkeit gab, beim Entstehen der Bürgervision mitzuwirken. Ein begleitendes Veranstaltungsprogramm mit Kino, Poetry Slam und Debatten lud ein, Fragestellungen der Stadtentwicklung auf spielerische Art zu reflektieren.

 

iPhone-App

Die Nexthamburg iPhone-App erlaubt es, von unterwegs Lieblingsorte, Ärgernisse oder Ideen zur Nexthamburg-Diskussion beizusteuern.

 

Medien

Seit 2010 ist Nexthamburg auch Partner des Lokalsenders Hamburg 1, in dessen Frühstücksprogramm mit einer Reichweite von etwa 150.000 Zuschauern alle zwei Wochen ein Thema aus der Nexthamburg-Community vorgestellt wurde. Auch auf hauptsächlich lokalen TV-Sendern und Radiokanälen sowie regionalen und überregionalen Zeitungen und Magazinen wurde bereits über Nexthamburg berichtet. Einen aktuellen Pressespiegel findet man im Pressebereich oder per Anfrage an die Redaktion.