Besser vernetzt mit dem Rad

Stadtverkehr

 

Vernetzt Fahrradfahren 2030 in Hamburg heißt: Sich individuell aber doch irgendwie gemeinsam durch die Stadt bewegen. Wie? Mit Fahrradhubs an wichtigen Orten der Stadt, verbunden durch Fahrradschnellstrecken, ergeben ein gebautes Netz der Fahrradfreundlichkeit. Der Echtzeit-Fahrradguide komplettiert das Fahrradnetz Hamburg digital.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Digitaler Fahrradguide

 

Herzstück des Fahrradnetzes ist der Hamburger Fahrradguide, digital und mit jedem Smartphone abrufbar. Eilige und Genussradler finden so den perfekten Weg durch Hamburgs Straßengewirr. Ergänzt wird der Service des Guides durch die optimal auf Fahrer und Windverhältnisse angepasste Fahrtzeitberechnung für die jeweils gewünschte Strecke.

Es ist aber nicht nur ein reines Fahrradnavigationssystem. Der Fahrer kann sich, natürlich freiwillig, per GPS verfolgen lassen. Seine Bewegungen in der Stadt zeigen: Wo kommt er gut voran, welchen Stellen weicht er aus? So kann außerdem auf kritische Stellen in der Stadt aufmerksam gemacht und vor Hindernissen gewarnt werden. Ein laut ausgesprochener Kommentar während der Fahrt genügt und der Fahrradguide registriert die Beschwerden über holprige Bodenbeläge, Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern oder zugestellte Radwege.

Durch dieses Aufzeichnen von Strecken aller Teilnehmer am Guide entsteht eine Übersicht über die Qualität von Hamburgs Fahrradwegen. Wo fahren die Hansestädter schnell und gerne Rad, wo befinden sich Barrieren? Der Guide zeigt dies ganz übersichtlich: Fahrradfreundliche Strecken sind im Stadtplan des Guides breiter dargestellt, genau wie Schnellstraßen in einem Stadtplan.
 
 

Radbahnen

 
Hamburg hat den Barrieren für Fahrradfahrer den Kampf angesagt! Mit optisch hervorgehobenen Radspuren auf den Straßen und kreuzungslosen und mehrspurigen Fahrradautobahnen für stark frequentierte Strecken hat die Stadt ein Netz von besonders velophilen Strecken geschaffen. Ein Netzplan zeigt alle Strecken, auf denen gilt: Bike first!

Sollen längere Strecken überwunden werden oder macht auch 2030 das noch regnerische Hamburgwetter das Radfahren unattraktiv, dann bietet der ÖPNV einen besonderen, selbstverständlich kostenlosen, Service:. Die Fahrradmitnahme ist in entsprechend ausgerüsteten Wagen der U- und S-Bahn auch ohne spezielles Ticket möglich. Metrobusse haben Fahrradanhänger, die sie an regnerischen Tagen einsetzen.
 
 

Fahrradhubs

 
Wo sich Fahrradschnellwege kreuzen, vornehmlich an U- und S-Bahnstationen, werden kostenlos sichere Fahrradabstellmöglichkeiten bereitgestellt. Auch über Nacht kann man hier sein Fahrrad beruhigt abstellen. Was auch zu beobachten ist: An diesen Hubs des Radverkehrs siedeln sich vermehrt entsprechende Service- und Verkaufsbetriebe an. Bei Schäden am Rad kann man sich sicher sein, dass einem hier geholfen wird. Fahrradzentren finden sich an allen wichtigen Orten der Stadt, auch an beliebten Ausflugszielen im Umland.
 
 

Stadtrad 2.0

 
Auch Stadtradstationen finden sich an den Fahrradhubs. Das Stadtrad ist 2030 in ganz Hamburg verfügbar und das sogar kostenlos!

Sponsoren machen dies möglich. Unternehmen und Institutionen können Patenschaften für Stadträder übernehmen. Sie übernehmen die Kosten, können die Räder dafür selbst gestalten. Eine Modekette gestaltet sie in der Trendfarbe des Sommers. Ein Radhersteller präsentiert seine neusten Modelle mit der Aufschrift „Dieses Bike könnte ihnen gehören.“

Lieblos vermittelte Werbebotschaften sind out, Fahrräder als Kunstwerke sind in. Denn die fördernden Unternehmen und Institutionen sind bestrebt, dass Stadtradnutzer vermehrt die von ihnen gesponserten Räder nutzen. Da muss so ein Rad schon mal sexy aussehen.

 

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