Moratorium in Altona

Lösungsidee für die Stadt von morgen

Moratorium in Altona
Die Idee

agenturfuerausgleich.org

9 gute Argumente für ein Moratorium in Altona, um eine soziale Architektur und Stadtplanung rund um den Bahnhof zu ermöglichen.

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  1. Frage an die Debattanten: wenn die Stadt bei ihrem Nein zum Moratorium bleibt – welchen weiteren Weg seht Ihr für das Projekt?

  2. Anmerkung der Redaktion: die Zahlen im Kommentar unten beziehen sich auf die 9 Punkte der Moratoriumsforderung, siehe hier: http://agenturfuerausgleich.org/

  3. Insgesamt bin ich auch kritisch bzgl. dieses Vorhabens, aber die Argumentation auf dieser Seite ist ja nichts als Humbug.

    1. Beweist nur das Unwissen, daß man sich nicht weiter für die Verarbeitung dieser Informationen interessiert, sondern nur das Phrasenschwein anwerfen möchte. Rein subjektiv und emotional begründet (“nimmt nicht ernst”).

    2. Die Modelle wurden — mit Ausnahme von Bloem, zu dem man lieber nichts sagt, sonst gibt’s Mecker — bestimmt in Erwägung gezogen und abgelehnt.

    3. Das ist leider immer so. Die Antwort ist leicht: Weil sonst kein Investor ein großes Projekt stemmt und man ein Chaos mit vielen kleinen Investoren vermeiden möchte, da dies die Kosten noch weiter in die Höhe treibt.

    4. Strohmanntrugschluß. Absolute Zahlen mit Repräsentation zu verwechseln, ist schon eigenartig. Und für ein innerstädtisches Gebiet sowieso nicht umsetzbar. Insgesamt ist der Drittelmix durchaus gerecht. Und man sollte nicht vergessen, daß man das Geld irgendwie wieder zurückbekommen möchte. Und das tut man nicht, wenn man zusätzlich in die Wohnungen Geld pumpt. Erklärt doch wen in Steilshoop oder Kirchdorf Süd, warum sie sowas mitfinanzieren. Und Wohnungen als Eigentum werden ebenso nachgefragt. Sollen etwa Wohneinheiten in Eimsbüttel oder der Schanze weiter umgewandelt werden?

    5. Ohne Denkmalschutz, der in Hamburg sehr schnell vergeben wird, ist ja jedes Gebäude von historischem Wert, wenn man in der Gegend groß wurde. Und wenn es nur eine Tankstelle ist. Und wo selbsternannte Künstler dann halt für lau handwerkeln, ist nicht Hauptaufgabe von Planern. Fehlt ja nur noch ein Juchtekäfer.

    6. In den Planungswissenschaften empfindet man gerade diesen Mix, der weiter vorne kritisiert wurde, als die Lösung gegen soziale Spaltungstendenzen. Und daß fußläufig Supermärkte und andere Lokalitäten erreicht werden können, ist ja hervorragend. Wieso man noch weitere Bildungseinrichtungen benötigt, wo doch mehr als genug solcher Institutionen in direkter Nähe sind und nicht an ihre Kapazitäten stoßen, bleibt wohl ein Rätsel. Fällt wohl in die Kategorie “muß man halt haben, weil’s schön klingt”.

    7. Teilweise stimme ich hier zu. Ich hätte mir auch weniger MIV gewünscht. Aber: eine S-Bahn ist doch in der Nähe. Wo soll man dort denn eine planen? Und dann schreien auch wieder Menschen auf, daß ja so viele Leute und vielleicht auch Touris dort herumlaufen, oh nein. Irgendwas ist halt immer.

    Ein Fahrradkonzept wäre auch wünschenswert — und ist deshalb bereits in den Planungen drin. Einfach mal genauer nachschauen und die rechtlichen Grundlagen hinzuziehen. Keine Angst, in einem integrierten Stadtgebiet wird schon keine Landstraße ohne Fahrradstreifen gebaut.

    Der Klimawandel ist noch heute ein sehr umstrittenes, unpräzises Thema. Und wenn man den Verkehr in andere Gebiete, wo sozial Schwächere leben, verschiebt, handelt man nur egoistisch und sollte nicht von sozialen Spaltungen schwadronieren. Tiefgaragen sind gerade in Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel — damit meine ich das Erwärmen seit der “Kleinen Eiszeit” und nicht den co2-Ausstoß — wichtig, da man mit mehr Starkregen rechnet und daher versucht, möglichst wenig Fläche zu versiegeln. Zudem kann man so kompakter bauen und wiederum Energie einsparen.

    8. Ja, kann sein. Ich hätte mir von der Bahn auch deutlichere Anzeichen gewünscht — oder von Seiten der Stadt erstmal abgewartet, bevor man die Bevölkerung “hungrig” macht und sie sich vielleicht irgendwann fragen, wozu sie sich an den Beteiligungsprozessen eingebracht haben.

    Die angedeutete Verschwörung seitens ECE zeigt ja eh nur, daß der Schreiberling aus der Vergangenheit irgendwelche Probleme hat und deshalb alles schlecht finden muß, was irgendwie mit “denen da oben” zu tun hat.

    9. Ebenfalls eine sehr subjektive Behauptung. Erinnert mich an eine Anwohnerin, die sich selbst als “Vertriebene” bezeichnete, die sich darüber beklagte, daß Stadt und Bezirk so rechtlich und emotionslos an die Sache ranginge. Ja, wie auch sonst? Bauchgefühl über geltendes Recht? Kann doch niemand ernst meinen …

    Und das Phrasenschwein (“Chance auf eine echte soziale Stadtentwicklung für immer verbaut”) darf zum Schluß auch nicht ausbleiben. Welch ein Weltuntergang. Konkrete Vorschläge außer “ich persönlich möchte ein Bildungszentrum oder mehr Sozialbauwohnungen, weil das halt irgendwie schön ist und man davon ja nicht genug haben kann” blieben leider aus. Und so lief es leider — aber nicht nur! — häufig bei diesen Prozessen ab. Schade. Wer planen möchte, muß auch planen können. Oder sich nur so weit beteiligen, wie der Horizont reicht. Und wer so eine Liste unterschreibt, würde wohl alles unterschreiben, so lange es irgendwie ein Zeichen gegen die böse öffentliche Hand, die ja nichts möchte außer einen zu ärgern und das Leben zu versauern, gesetzt wird. Naja, vielleicht kommen ja noch handfeste Argumente statt Willkür und Aktionismus.

    Gruß aus Norderstedt. (und nein, ich bin kein bezahlter Beamter aus Hamburg, der sich arrogant über die armen, kleinen Bürger echauffieren möchte, sondern nur auf all die schwache Argumentation hinweisen möchte. Es gibt halt auch Menschen, die Dinge anders sehen. So ganz unkonspirativ)

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