Die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit eines Wissens- bzw. Technologieparks für Hamburg ist schon verschiedentlich formuliert worden (InnovationsAllianz Hamburg, HIP-Konzept der Handelskammer).
Es sollte erkannt werden, dass der einzige dafür sinnvolle Standort die Hafenerweiterungsflächen in Moorburg sind.
Seit die HPA dort eine Schlickdeponie einrichten will ist klar, dass dort kein Umschlag mehr stattfinden wird.
Gelegenheit also, über eine produktivere Nutzung dieses für Hamburg einmaligen Standortes nachzudenken.
Die Flächen sind zusammenhängend, unbebaut, im Eigentum der Stadt, nah an der TU-Harburg, haben Autobahnanschluß und mit Moorburg ein attraktives Quartier, in dem internationale Spitzenkräfte ihre Familien unterbringen und ihre Kinder großziehen können.
Es kann ein Mikrokosmos von Arbeiten und Leben hergestellt werden, in dem der Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Bereichen unkonventionell und zügig vonstatten gehen kann und die Synergieeffekte entstehen können, die eine Grundlage für den Erfolg darstellen.
Die Lage an der Elbe mit Blick den Köhlbrand entlang auf die Köhlbrandbrücke ist hoch attraktiv.
So ein Konzept sehr nah am Hafen ist für diesen nicht nur über den Transport, sondern auch in Bezug auf die jüngste Hafenentwicklung interessant.
Es wird im Hafenentwicklungsplan skizziert, umweltorientierte High-Tech Betriebe (Off-Shore, Elektromobilität) im Hafen anzusiedeln.
Diese Entwicklung läßt sich sehr gut mit einem Wissenspark verknüpfen.
Wissenspark und Hafenentwicklung gehören zusammen.
Mehr Informationen unter http://www.slideshare.net/moaeburch/wissenspark-moorburg-12339745
Rainer-Boehrnsen 5. März 2012
Davon auszugehen, dass die Flächen in Moorburg noch für den Hafen gebraucht werden, liegt neben der Sache. Der Hafen braucht für den Umschlag keine weiteren Flächen, die Container können auf den bestehenden Terminals umgeschlagen, und Steigerungen im Umschlagsvolumen durch technische Innovationen bewältigt werden. Schon jetzt bestehen Überkapazitäten, der Hafen kann 25 Mio. TEU bewältigen bei gerade mal 9 Mio. TEU, die aktuell bewegt werden. Das die HPA vorhat, auf den Flächen in Moorburg eine dauerhafte Deponie von mehr als 30 m Höhe mit Hafenschlick einzurichten betätigt diese These. Die Flächen wären dann dauerhaft unbrauchbar gemacht durch eine vollkommen unproduktive Nutzung. Und das in einem Stadtstaat, der immer drängender mit Platzproblemen zu kämpfen hat. Es besteht für die Hafenerweiterungsflächen in Moorburg in der Tat die Frage, für was sie sinnvoller genutzt wären – für einen Wissenspark oder für eine Schlickdeponie.
Sollte der Politik in Hamburg Vernunft zugrundliegen, was ich hoffe, kann die Antwort eigentlich nur Wissenspark heißen.
Nähere Informationen auch unter http://www.nexthamburg.de/wissenspark
Hamburg_wächst_weiter 5. März 2012
Die Idee ist gut. Allerdings nicht für Moorburg. Ein solcher Wissens- und Innovationspark sollte nicht im Hafenerweiterungsgebiet gebaut werden, da er dort früher oder später ohnehin nur wieder abgerissen werden müsste.
magnomsire 5. März 2012
Viele Jahre komme ich schon als Besucher nach Moorburg und habe diese “urbane und rustikele Ecke” Hamburgs schätzen gelernt, mitsamt seinen Bewohnern, die sich immer wieder gegen das organisierte Siechtum hier zur Wehr setzen. Hab gehört und gelesen von den Hafenerweiterungsplänen, bloß: Was?! WANN?! WIE?! WOFÜR?! FÜR WEN?! Der Kaufladen ist schon lange geschlossen, die Schule dicht und die Buslinie, naja, die sucht ihresgleichen nirgendwo… Als Pixeljäger stelle ich meine Eindrücke gerne zur Verfügung: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.230530513689458.56907.100001975328619&type=3 Seit kurzer Zeit kenne ich nun die Idee für einen Wissenspark für Umwelt- und Maritime Technologien in Moorburg und bin begeistert von dieser Idee. Rainer Boehrnsen bietet damit dem Ort eine Zukunftschance, die realisiert werden MUSS!! Warum immer alles in der viel zu verbauten Innenstadt ansiedeln?! Zumal die infrastrukturelle Situation hier so überzeugend ist?! Und dann, Hamburger: Hier würde sogar 50jahre nach der verheerenden Flut ein sinnvoller, relativ kostengünstiger Wiederaufbau stattfinden, der einen der ältesten Stadtteile der Hansestadt mit der Moderne verbindet. In diesem Sinne: The Times They Are a-Changin’ , und: Danke, Rainer…
Rainer Böhrnsen 21. Januar 2012
Wenn man den Bereich des Wissensparks als parkartigen Campus gestatet, ist der Bruch zwischen den Bereichen nicht wirklich stark ausgeprägt. Die Übergänge könnten fließend sein. Der Moorburger Berg und das Ufer der Elbe bilden ebenfalls in Bezug auf eine “neue Gartenstadt” eine passende Ergänzung.
Rainer Boehrnsen 21. Januar 2012
Moorburg sollte seinen Charakter als dörfliche Gartenstadt möglichst behalten. Der Kontrast zwischen dem rationalen und modernen Bereich des Wissensparks und dem “Dorf” als Wohnbereich stellt eine Spannung her, die einen eigenen Reiz entfalten kann.
Es sollten die Gärten und die Nebengebäude auf den Grundstücken erhalten und, wenn überhaupt, nur sehr behutsam verdichtet werden, von einer möglichen Bebauung auf den freien Grundstücken mal abgesehen. Das setzt allerdings immer den politischen Willen der Verantwortlichen voraus. Da die Immobilien im Ort zu gut 90% im Eigentum der Stadt sind, kann das alles gut gesteuert werden, wenn man will.
Julian 21. Januar 2012
Wie wäre es mit weiteren flankierenden Lösungsvorschlägen für Moorburg? Im Stadtteil tut sich ja Einiges, es gibt so viele Potenziale: die Landschaft, die Anbindung, die alte Siedlungsstruktur. Könnte Moorburg nicht auch zu einer neuen Art von Gartenstadt werden?